|
Infolge des am 30.07.1867 geschlossenen Militärvertrages zwischen Preußen und Schaumburg-Lippe wurden Bückeburg und Stadthagen als Garnisonsstädte des Westfälischen Jäger-Bataillons No. 7 bestimmt.
Der 3. Oktober 1815 war der Stiftungstag dieses Bataillons, das laut AKO (Allerhöchste KabinettsOrdre) an diesem Tag als “Rheinisches Schützenbataillon” aufgestellt wurde.
Es rekrutierte sich aus Mannschaften des aufgelösten freiwilligen Jäger-Detachements, dem ehemals bergischen Jägerbataillon, sowie aus Teilen der ehemaligen Nassauischen und Sächsischen Infanterie.
Die in Paris von König Friedrich Wilhelm III unterzeichnete Urkunde lautet: “Ich habe die Errichtung eines Rheinischen Schützenbataillons beschlossen und genehmigt, dass bei Auflösung der freiwilligen Jäger-Detachements nach dem Zurückmarsch aus Frankreich alle diejenigen Jäger, welche fortzudienen und in dem Rheinischen Schützenbataillon angestellt zu werden wünschen, zu dessen Formation zusammengezogen und dasselbe aus ihnen errichtet werden soll.“
Die erste Rangliste des “ Rheinischen Schützen-Bataillons” stammt aus dem Jahre 1816. Sie weist als Kommandeur Oberstleutnant von Böhler, sowie 4 Kapitäne, 4 Premier-Leutnants, 8 Seconde-Leutnants aus. Die Kriegsstärke wurde auf 802 Mann festgesetzt.
Das Bataillon wechselte in den Jahren 1815 bis 1818 häufig die Garnison und war stationiert in Königswinter, Kreuznach, Aachen, Köln, Jülich, Andernach und Düsseldorf, um endlich im Juli 1818 ständige Garnison in Wetzlar zu finden.
Nachstehendes Schema trägt zur Erklärung der Entstehungsgeschichte bei.
Das Bataillon wurde am 13.4.1821 in die 3. und 4. Schützenabteilung (Westf. Und Rhein.) zu je 2 Kompanien geteilt. Der Kommandeur für beide Abteilungen blieb jedoch bis 1834 der gleiche. Die frühere 1. und 4. Kompanie bildete von nun an die 1. und 2. Kompanie der 3. Schützen-Abteilung (Westf.), welche am 21,11. 1848 durch die 3. und am 07.06.1852 durch die 4. Kompanie verstärkt wurden.
Am Feldzug gegen Dänemark im Jahre 1849 nahm auch das Bataillon teil und gehörte zur Besatzung Hamburgs. Auch an dem im Jahre 1864 geführten Krieg gegen Dänemark kämpfte es vor Düppel und an anderen Orten.
Gemäß AKO (Allerhöchste KabinettsOrdre) vom 04.07.1860 erhielt das Bataillon die Bezeichnung Westf. Jäger-Bataillon 7. Am 18.01.1861 wurde ihm eine Fahne und gleichzeitig das Band des Militär-Ehrenzeichens für die Teilnahme am Feldzug 1849 verleihen.
Die Garnison von 1860 – 1866 war Cleve.
Während des Krieges gegen Österreich im Jahre 1866 gehörte das Bataillon zur Elb-Armee und nahm an den Gefechten bei Münchengrätz und Königsgrätz teil.
Nach der Teilnahme an diesem Feldzug erhielt das Bataillon am 22.08.1867 die Kabinettsorder, dass nunmehr Bückeburg und Stadthagen Garnisonsstädte werden sollten.
Am 20.09.1867 erfolgte der Abmarsch aus Cleve und nach 12 tätigem Marsch kam das Bataillon am 02. Oktober 1867 in Bückeburg an.
|